Pflanzenschutz Aktuell (15.05.2019)

WINTERWEIZEN

Sobald die Felder befahrbar sind, sollte sofort ein angepasster Fungizideinsatz durchgeführt werden.
Die Infektionsgefahr ist laut LK Warndienst bei Gelbrost und Septoria tritici extrem hoch.
  • Einmalstrategie: In den nächsten Tagen wird in normal entwickelten Beständen ohne Fusariumrisiko (Einmalstrategie) im ES 39, Fahnenblattstadium, eine Behandlung zu setzen sein. Breit wirksame Carboxamid-Azol-Mischungen mit einer angepassten Aufwandmenge sind hier die richtige Wahl. Starke Wirkstoff - Kombinationen wie 1,5 l/ha Adexar, 1,25 l/ha Ascra Xpro, 1,0 l/ha Elatus Era oder 1,5 l/ha Variano Xpro leisten sehr gute Arbeit.
  • Doppelstragtegie: Werden 2 Überfahrten geplant, macht es Sinn, wenn die Aufwandmengen etwas reduziert werden. 1,25 l/ha Adexar, 1,0 l/ha Ascra Xpro, 0,8 l/ha Elatus Era oder 1,1 l/ha Variano Xpro sind hier praxisüblich.

Für die abschließende Ähren-Fusariumbehandlung empfehlen wir 2,5 l/ha Osiris, 0,8 - 1 l/ha Prosaro, 1,5 l/ha Ampera oder 1 l/ha Magnello. Für Anwender, welche ausschließlich den ha-Preis in den Vordergrund stellen, empfehlen wir 1 l/ha Mystic 250 EW.

SOMMERGERSTE

Die Netzflecken – Infektionsgefahr ist laut Warn- dienst sehr hoch. Für die erste Welle der Netzflecken reicht der Einsatz eines preisgünstigen Propiconazol - Produktes wie z.B. 0,5 l/ha Tilt oder Achat. Vor einer eventuellen Überfahrt sollte das Feld auf Getreidehähnchen kontrolliert werden. Bei Überschreiten der Schadschwelle macht die Tankmischung mit einem Insektizid auf jeden Fall Sinn.

CENITUM CS - Zulassungserweiterung

Centium CS hat eine umfangreiche Indikationserweiterung erhalten, welche bereits im AGES-Register eingetragen ist:
Die Aufwandmenge beträgt in den Kulturen Dille, Petersilie und Spinat 0,15 l/ha, in allen anderen angeführten Kulturen generell 0,25 l/ha. Es unterscheiden sich aber die Anwendungstermine wie angeführt:
  • Nach dem letzten Häufeln, vor dem Auflaufen: Süßkartoffel
  • 3 – 8 Tage nach dem Pflanzen bis 6-Blattstadium: Knollensellerie, Knollensellerie – Nutzung als frisches Kraut, Schnittsellerie – Nutzung als frisches Kraut, Kohlrabi, Riesen- Garten- Moschuskürbis, Zucchini, Stangensellerie
  • 3 – 8 Tage nach dem Pflanzen: Gemüsefenchel
  • Vor dem Auflaufen, bis 5 Tage nach der Saat: Dille, Petersilie, Ackerbohne, Gemüseerbsen, Stangenbohnen, Buschbohnen, Speiserüben, Kohlrübe, Spinat, Gemüsefenchel
  • Vor dem Pflanzen oder 3 – 8 Tage nach dem Pflanzen: Rot- Weiß- Spitzkraut, Kohlsprossen, Wirsingkohl, Blattkohle, Karfiol, Brokkoli
  • Vor, bis 5 Tage nach der Saat; vor dem Auflaufen: Rot- Weiß- Spitzkraut, Kohlsprossen, Wirsingkohl
  • 7 – 10 Tage nach dem Pflanzen bis kurz vor dem Druchstoßen (im Pflanzjahr) bzw. nach dem Stechen bis kurz vor Austrieb: Spargel – Junganlagen, Spargel – Ertragsanlagen

Auslaufende Wirkstoffe bzw. Produkt - Abverkaufs- und Aufbrauchsfristen

Wie schon bei unseren Informationsveranstaltungen im Winter darauf hingewiesen, sind viele Produkte bzw. Wirkstoffe mit einem Zulassungsende behaftet. Mittlerweile sind für einige Produkte die Abverkaufs- u. Aufbrauchsfristen fixiert, es sind aber auch nach wie vor Fristen für einige Wirkstoffe offen. In der PDF übermitteln wir den aktuellen Stand. Daten in Klammer sind wahrscheinlich, aber nicht fix, wo kein Datum ersichtlich ist, ist noch alles offen.

Weitere Art. 53 (Notfallszulassungen)

Die Produkte Coragen (Reg.Nr. 2984), Delfin WG (Reg.Nr. 3865), Dicopur M (Reg.Nr. 3052), Dithane NeoTec (Reg.Nr. 2746) Helicovex (Reg.Nr. 4102) und Karate Zeon (Reg.Nr. 3061) haben die Liste der Notfallszulassungen erweitert. Indiktaionen siehe Extra-PDF zu diesem Pflanzenschutz Aktuell.

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