Generalversammlung 2017 der Raiffeisen-Lagerhaus Absdorf-Ziersdorf eGen.

Erfolgreicher Abschluss des Geschäftsjahres 2016

Generalversammlung mit Ehrengästen

Obmann Leopold Dopplinger konnte am 9. Mai 2017 rund 70 Gäste - Ehrengäste, Funktionäre, Mitglieder und Mitarbeiter/innen der Genossenschaft - bei der Generalversammlung im Pfarrkultursaal in Absdorf begrüßen.

Der Bürgermeister der Gemeinde Absdorf, Dir. Franz Dam bedankte sich mit Grußworten bei Allen im Lagerhaus für die sehr gute Zusammenarbeit und betonte insbesondere die Bedeutung der Genossenschaft für die Region. Die Gemeinde wird bei vielen Projekten durch das Raiffeisen-Lagerhaus Absdorf-Ziersdorf unterstützt und ist darüber hinaus loyaler Stammkunde im Lagerhaus. Eine weitere Grußbotschaft wurde durch Mag. Stefan Puhm, MBA von der Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien überbracht. In seinen Ausführungen gab dieser auch einen kurzen Überblick über die aktuelle Situation der Raiffeisen-Bankengruppe im Sektor. Landeskammerrat Ing. Julius Schauerhuber dankte mit seinen Grußworten den Verantwortungsträgern der Genossenschaft für die langjährige, gute Zusammenarbeit mit den Bezirksbauernkammern und der Landwirtschaftskammer.

Bericht über das Geschäftsjahr 2016

In seinem Bericht präsentierte Obmann Leopold Dopplinger die Struktur der Genossenschaft und zog Bilanz über das Geschäftsjahr 2016. Für die Erneuerung und den Erhalt der betrieblichen Infrastrukturen wurden rd. 1,7 Mio. investiert. Die Geschäftsentwicklung lag mit einem Gesamtumsatz von 66,2 Mio. Euro rd. 3% geringfügig unter dem Vorjahr. Trotz widriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen in einigen Bereichen konnte mit einem Ergebnis vor Steuern (EVS) von 1,4 Mio. Euro dennoch ein respektabler Erfolg erwirtschaftet werden.

Der Generalversammlung wurde in Folge der Rechnungsabschluss für das Geschäftsjahr 2016 vorgelegt. Dir. Mag. (FH) Günter Zaiser präsentierte in seinem Geschäftsbericht die Details zum Jahresabschluss 2016. Mit einer Umsatzrendite von 2,1% vor Steuern und einer Eigenkapitalquote von 56% reüssiert das Raiffeisen-Lagerhaus Absdorf-Ziersdorf im Spitzenfeld der niederösterreichischen Lagerhausgenossenschaften. Im Ausblick auf das laufende Jahr und die zahlreich initiierten Projekte skizzierte Zaiser die dynamische Entwicklung der Genossenschaft.

Revisionsbericht über das Geschäftsjahr 2016 und Anträge des Aufsichtsrates

Michael Pany vom Raiffeisen-Revisionsverband Niederösterreich-Wien, präsentierte den Revisionsbericht über das vergangene Geschäftsjahr und bestätigte dem Raiffeisen-Lagerhaus Absdorf-Ziersdorf durch die wirtschaftliche, zweck- und rechtmäßige Geschäftsgebarung eine positive Entwicklung. Durch die Erfüllung der Betriebserfordernisse und des genossenschaftlichen Förderungsauftrages ist der Bestand der Genossenschaft nachhaltig abgesichert. Mit Bezug auf die zukunftsorientierte Geschäftspolitik steht einer weiterhin erfolgreichen Entwicklung des Unternehmens nichts Wesentliches entgegen.

Aufsichtsratsvorsitzender ÖKR Hermann Dam brachte die Anträge des Aufsichtsrats vor und dankte der Geschäftsführung sowie der gesamten Belegschaft für die gute und verlässliche Zusammenarbeit zum Wohle der Genossenschaft, Mitglieder und Kunden.

Landwirtschaft hat Zukunft

Abschließend präsentierte Gastredner und Ehrengast Dipl.-Ing. Dr. Johann Blaimauer, Bereichsleiter Saatgut/Holz, RWA über „Megafusionen in der Züchtungsindustrie und deren Auswirkungen“. Die Entwicklung im Bereich der Anbieter von Pflanzenschutz und Saatgut hat sich in den vergangenen Jahren sehr stark auf wenige, dafür sehr große Unternehmen, konzentriert. Bei Saatgut ist auf dem weltweit wachsenden Markt neben konventionellen Sorten auch GMOs - gentechnisch verändertes Pflanzensaatgut - im Vormarsch. Als weitere Entwicklung zeigte Blaimauer den Boom im Bereich der Hybrid-Züchtungen, welche vor allem durch die großen Konzerne vorangetrieben wird, auf.

Diese Entwicklungen und Trends führen zu jenen Auswirkungen, dass KMUs mit geringeren Forschungsbudgets auf dem globalen Markt in der Saatgut-Züchtung nicht mehr gegen die großen Konzernen bestehen können. Lokale Sorten und Nischenkulturen werden zunehmend verdrängt, welches in Folge zu weiteren Verlusten der Biodiversität führt.

Mit einem Genossenschaftsverbund als kräftiges und marktstarkes Vis-à-Vis der Multis, zeichnet Johann Blaimauer jedoch einen Lösungsansatz, um den aktuellen Entwicklungen entgegen zu treten. Des Weiteren führt er die Etablierung öffentlicher Förderungen der regionalen KMU-Züchtungsunternehmen als Vorschlag an. Investitionen in die Forschung sollen für die Entstehung regionaler und schlagkräftiger Qualitätssaatgutproduktionen sorgen.

Die Lagerhaus-Genossenschaften werden sich auch in Zukunft gemeinsam mit der RWA diesen Entwicklungen im Saatgut-Bereich stellen. Mit fachlich gut ausgebildeten, kompetenten Mitarbeitern/innen und dem umfassenden Know-How durch langjährige Erfahrungen wird der Genossenschaftsverbund diese Herausforderungen gut meistern.