Pflanzenschutz Aktuell Juni 2017

Winterweizen

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Die größte Gefährdung für das Erntegut stellt der Befall durch Ährenfusariosen dar! Die Infektionsphase der Fusarienpilze ist relativ kurz, daher wird eine gute Bekämpfung nur erzielt, wenn unmittelbar vor/nach Regenfällen innerhalb von 2 Tagen (besser 1en Tag) behandelt wird. Die Weizenbestände sind zu Beginn der Vollblüte - ES 63, d.h., die Staubbeutel hängen im mittleren Drittel der Ähren abgeblüht heraus - am empfindlichsten.

Optimale Witterung für die Infektion sind Tagestemperaturen über 16 °C und Niederschläge über 4 mm.

Der günstigste Zeitpunkt für die Behandlung ist 1 bis 2 Tage vor oder nach einem Niederschlag. In der Praxis hat sich ein Einsatz nach dem Regen bewährt. Ist die Witterung unbeständig und ist mit mehreren Infektionsereignissen zu rechnen, so soll der Behandlungstermin eher in die abgehende Blüte des Haupttriebes gelegt werden. Die Zielfläche bei der Behandlung ist die Ähre.

Aufwandmengen nicht reduzieren und auf optimale Benetzung der Ähren – idealerweise mit Doppelflachstrahldüsen – achten.

Produkte: Prosaro, Osiris, Ampera, Folicur, Magnello, Zantara, Soleil, Proline Plus, Gladio, Pronto Plus usw.

Durumweizen ist nach mehrjährigen Untersuchungen der NÖ.LK besonders anfällig, aber auch Triticale ist gefährdet.

Getreidehähnchen

Tritt derzeit unterschiedlich stark auf. Schadschwelle: 0,5-1 Larve/Fahnenblatt, oder 10% der Blattfläche geschädigt. Von ersten Resistenzen bei Pyrethroiden wird in Deutschland berichtet. Eine Alternative wäre zB. Biscaya mit 0,3lt/ha.

Kartoffel

Die Bestände haben vielerorts schon die Reihen geschlossen. Der Infektionsdruck für Krautfäule war letzte Woche noch gering,- ist aber steigend. Zum Beginn der Spritzfolge eignen sich systemische Produkte wie Ridomil Gold MZ, Epok, Galben M, Fantic M, Infinito und Axidor.

Sojabohne

Praktiker berichten von guten Erfolgen einer Ausbringung von 10lt Trico in 200lt Wasser pro Hektar. Auch eine Randbehandlung ist schon hilfreich!

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