Pflanzenschutz Aktuell Februar 2017

Zwischenfrüchte abwelken

Die Zwischenfrüchte sind bisher nicht in allen Fällen abgestorben. Somit muss über einen Glyphosate-Einsatz nachgedacht werden. Wie ist die gesetzliche Lage?

Der Einsatz von glyphosatehältigen Herbiziden in geförderten Zwischenfrüchten zum Abwelken von Unkräutern und Ungräsern vor dem Anbau von Kulturen ist nur erlaubt, wenn diese Zwischenfrüchte vollständig abgefrostet sind. Sind noch aktive, grüne Reste der Zwischenfrucht vorhanden oder hat man überwinternde Zwischenfrüchte (z.B. Grünschnittroggen), so muss vor dem Einsatz von Herbiziden eine mechanische Bearbeitung (Häckseln, Einarbeitung) erfolgen.

Ab wann ist ein Einsatz möglich?
  • Nachtemperaturen nicht mehr unter -3 °C
  • Wetterbericht sagt die ersten wärmeren Tage an

In der Beratung wird immer auf eine 2%ige Ausbringung, d.h. bei z.B. 3 l/ha Produkt in 150 bis maximal 200 l/ha Wasser hingewiesen.

Die Produktaufwandmengen müssen der Verunkrautung angepasst werden. Bei schwer bekämpfbaren Unkräutern wie zB. Ackerstiefmütterchen oder Klee und vor allem Ölrettich, empfiehlt es sich die max. Aufwandmenge von 1.800g Wirkstoff pro Hektar zu wählen. (Diese Menge ist nicht für alle Produkte zugelassen!). Speziell beim Ölrettich soll bedacht werden, dass die Pflanzen bei erfolgter Rettich-Bildung wieder austreiben können. Produkte wie z.B. Roundup Powerflex (3,75 l/ha), oder Clinic Free (3 l/ha) können auch bis zu 5 Tage nach der Saat angewendet werden.

Rapasschädlinge

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Bild: www.warndienst.lko.at Rapsstängelrüssler Auftreten OÖ.  
Ende der letzten Woche gab es schon die ersten Rapsstängelrüssler in den Gelbschalen. Wirtschaftliche Schadschwelle: 10 Käfern innerhalb von 3 Tagen in der Gelbschale.

Der kleine Gefleckte Kohltriebrüssler – erkennbar an den rostbraunen Füßen – genehmigt sich einen 5-10 tägigen Reifungsfraß bevor mit der Eiablage begonnen wird. Der Große Rapsstängelrüssler hat dunkle Füße und ist hellgrau gefärbt. Er unterscheidet sich durch einen nur 2-3 tägigen Reifungsfraß. Herr DI. Köppl, OÖ. LWK hat die beiden Schädlinge abgebildet. Gegen die Stängelschädlinge wirken die synthetischen Pyrethroide noch gut. Wichtig ist der Zusatz eines hochwertigen Netzmittels wie zB. Optiwett CS-7. Bitte nicht auf das Bor und Bittersalz vergessen!
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